Donnerstag, 15. Mai 2014

DAVID MALJKOVIC


David Maljković beschäftigt sich in seinem multimedialen Schaffen u.a. mit dem Vermächtnis des ehemaligen Jugoslawien, mit Utopien vergangener Epochen und Versprechungen einer gescheiterten Moderne. Dabei setzt sich der Künstler nicht nur mit der gesellschaftlichen, sondern auch mit seiner eigenen künstlerischen Vergangenheit auseinander. So sichtet er sein Werk immer wieder neu, kombiniert und collagiert es und erarbeitet so neue Werke und Präsentationsformen. Er richtet die Aufmerksamkeit vom Inhalt auf die Inszenierung und macht so das Ausstellen selbst sichtbar.

Zehn Studierende der Pädagogischen Hochschule St.Gallen haben sich im Rahmen des Moduls „Kunstvermittlung“ mit der Ausstellung beschäftigt. Ziel war, eine Übung für einen Schulklassenbesuch zu entwickeln, welche einen einfachen Einstieg in die Arbeiten des Künstlers ermöglicht. Die Studierenden haben erst nach Assoziationen dann via Internet nach passenden Referenzbildern gesucht. Diese Bilder können einer Schulklasse in der Ausstellung vorgelegt werden, um eine Verbindung zwischen Bildern und Werk herzustellen. Somit wird ein Dialog über das Werk initiiert.



AFTERFORM, 2013


Ein weisser Sockel, zirka fünf auf acht Meter gross und 20 cm hoch, bildet das Zentrum der Arbeit. Die zwei Säulen im Raum begrenzen diese Fläche. Hinten links steht auf der Platte eine weisse Stativleinwand zum Aufziehen. Sie besitzt drei Beine, welche sich zusammenschieben lassen würden. Die Leinwand selbst ist horizontal länglich, ca. 1.50 m auf 2.50 m. Vorne rechts hängt ein schwarzer Beamer an einer Metallstrebe von der Decke hinunter.  Zwei Kabel leiten den Strom über die Decke zum Beamer. Dieser projiziert einen sehr einfachen Comicfilm, der in Endlosschlaufe läuft. An den zwei Säulen hängt je ein weisser Laursprecher. Daraus erklingen Geräusche, die auf den Film abgestimmt sind, aber nichts mit dem Inhalt zu tun haben. Es knistert, klappert, quietscht.


Referenzbilder



DISPLAY FOR LOST PAVILLON, 2013

Das Werk befindet sich an der hinteren Wand des Saals, links  neben einem grossen Fenster. Es setzt sich aus vier Objekten zusammen. Als erstes sticht ein grosser quadratischer Sockel ins Auge. Er ist 175 cm breit und lang, die Höhe ist schätzungsweise 40 cm. Die hintere Seite dieses weissen Quaders berührt die weisse Ausstellungswand. In der Mitte des vorderen Drittels der Deckelfäche des Sockels hat es ein rundes Loch mit einem Durchmesser von ungefähr 20 cm. Ein kleinerer, ebenfalls weisser Quader hebt den grossen ungefähr 30 cm vom Boden ab. Ein weiteres Objekt ist ein schwarzes Mikrofongestell. Es steht unmittelbar vor dem grossen Quader, in der Mitte der vorderen Seitenfläche. Die oberen 2/5 des Gestells sind in einem Winkel von ca. 45 Grad nach unten in Richtung der Ausstellungswand geneigt. Am vorderen Ende des Gestells ist ein schwarzes Mikrofon befestigt. Es ist jedoch auf den ersten Blick kaum sichtbar, da es in dem Loch des Sockels verschwindet. Das Kabel des Mikrofons führt zu einem schwarzen kubikförmigen Verstärker, der links vom Sockel steht. Der Verstärker hat ungefähr die Masse 30x30x30 cm. Ein zweites Kabel führt vom Verstärker weg und ist in einer Steckdose hinter der Ausstellungswand einsteckt. 


Referenzbilder


AFTERFORM, 2013

Über einem verwittertem Betonboden ist ein weisser Sockel, der ca. 2m auf 4m gross und 20cm massiv ist. Eine weisse Wand, die ca, 8m hoch ist,  stösst durch den sockel. Die Wand durchtrennt den sockel ca  im verhältnis von 1/3 zu 2/3. Auf dem grösseren Teil des Sockels steht ein klappbarer Projektor-Tisch. Der schwarz mattierte neuwertige Tisch hat 2 weisse Ablagen, die schwarz umrandet sind. Darauf steht ein eingeschalteter Diaprojektor mit Rundlauf, der ein einziges Dia auf die hochragende Wand projiziert. Die Projektion des ausgebleichten Farbdias in grau und weiss Tönen hat ungefähr die Masse 40cm mal 70cm. Das Bild des Dias zeigt helle/dunkle und runde/eckige Flächen. Links unten sieht man eine helle rundliche form, die die untere Hälfte des gesamten Bildes einnimmt. Die obere Hälfte des Bildes ist grundsätzlich dunkel, wobei es mit hellen flecken durchsetzt ist.    


Referenzbilder



UNTITLED, 2004

Das Werk besteht aus einem weissen, dreidimensionalen Quader. Er ist auf einem Sockel kleineren Formats präsentiert. Diesen sieht man vor dem Werk stehend nicht. Der weisse Quader scheint deshalb zu schweben. Auf der Vorderseite rechts ist eine schwarze Anzeige angebracht, die in pulsierenden Schlägen rote Striche aufleuchten lässt. In der Mitte des Displays sieht man permanent zwei rote Punkte. Auf der unteren, linken Seite der Anzeige ist ein weisser Schriftzug "YOKO" angebracht. Auf der hinteren Seite führt ein schwarzes Kabel vom Werk weg.



Referenzbilder

Freitag, 1. November 2013

Wir möchten dem Kunstmuseum St Gallen, ganz herzlich danken, dass wir einen begleitenden Beitrag zur Ausstellung "Nenn mich nicht Stadt" leisten und einbringen durften. Wir danken insbesondere Konrad Bitterli und Roland Wäspe für die gelungene und interessante Einführung, Daniela Mittelholzer und Claudia Hürlimann für die Bereitstellung der Platform, für die hilfreichen Emailkontakte, informativen Besprechungen und die Tasse Kaffee vor Ort. Geduld und Toleranz bewiesen auch die Ausstellungwärter. Merci vielmol! Beteiligt waren folgende Schüler und Schülerinnen (6. Gym - Ergänzungsfächer Informatik und Bildnerisches Gestalten) des Gymnasiums St. Antonius, Appenzell: Fabienne Keller und Lukas Manser, Gwendolyn Fässler, Simone Niederer und Lukas Seeholzer, Rahel Müller, Anja Inauen und Lukas Bischofberger, Eliane Kölbener, Aline Abler und Michale Schürpf, Meret Rötheli, Dominique Salzgeber und Mario Rempfler. Liebe Schüler und Schülerinnen, was ihr euch im Rahmen eines interdisziplinären und transkantonalen Projekts in Gruppen habt einfallen lassen, ist echt informativ und KREATIV, zudem eine Bereicherung für jeden Blogbesucher. Toll, bravo, super und lieben Dank, dass ihr mitgemacht habt!!! Eure Betreuer: Christian Fitze und Inge Neugebauer

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rückblick


Im Rückblick auf die vergangenen zwei Monate bleibt uns zum einen der Museumsbesuch hängen. Der Eindruck der grossen, hellen Halle mit den Nebengeräuschen der Baustelle war eindrücklich. Die darin fast verschwindend kleinen Kunstwerke haben uns in der letzten Zeit mehr beschäftigt. Die nähere Betrachtung der Kunstwerke und die zeitintensive Auseinandersetzung damit haben uns wieder einmal gezeigt, dass aus grundsätzlich einfachen Kunstarbeiten einiges herausgelesen bzw. hineininterpretiert werden kann.
Die gemeinsame Arbeit machte uns Spass und half uns, verschiedene Sichtweisen zu entwickeln und zu vergleichen. Die Arbeit, die wir im Zusammenhang zu den zuvor kritisierten Arbeiten selber machen konnten, hat uns herausgefordert, uns selbst aktiv künstlerisch auszudrücken. Hat einigen bestimmt auch gezeigt, dass es schwierig ist, eine Arbeit zu machen, die nicht negativ kritisiert werden kann. Doch Kritik ist schlussendlich nicht schlimm, denn das zeigt, dass  das Kunstwerk den Rezipienten inspiriert und seine Funktion erfüllt.
Bedauerlich ist, dass bei der interdisziplinären Arbeit vor allem für die Informatiker die Informatik etwas kurz gekommen ist, doch die Arbeit mit den Kunstwerken ist begreiflicherweise zeitaufwendig und der Schwerpunkt eher auf der künstlerischen Ebene lag.

Juxtaposition zu Fischli und Weiss



Die weitere letzte Juxtaposition widmeten wir Peter Fischli und David Weiss, die uns mit ihren vermeintlich zufällig ausgewählten Fotos inspirierten. Wir wollten eine sehr ähnliche Arbeit machen, welche Fotos auch recht zufällig auserwählt erscheinen, aber (im Vergleich zu Fischli/Weiss) eine ziemlich offensichtliche Gemeinsamkeit haben: in allen ist dasselbe Gebäude abgebildet. Die Frage besteht für den glücklichen Betrachter, der das gemerkt hat, wie viele andere das auch gemerkt haben. In Hinsicht zu der Arbeit von Fischli/Weiss fragen wir uns heute noch, welche genaue Absicht dahinter stand. Einige Vermutungen haben wir in dem Artikel genannt, doch können weitere Absichten dahinterstecken. Mit der Juxtaposition wollen wir zeigen, dass hinter jedem Ding ein Sinn steckt, auch wenn man diesen nicht sofort erkennen kann.



Matt Mullican mal "ganz anders"


Die Aufgabe:
Sie bestand darin, sich mit einem der Werke aus der Lokremise auseinanderzusetzen. Wir haben uns für ein Werk von Matt Mullican entschieden. Für die Umsetzung des Auftrages stellten wir die verschiedenen Szenarien, welche Matt Mullican in seinem Bild ebenfalls aufgegriffen hat, nach.
Zur Nachstellung der Bilder verwendeten wir einerseits Photoshop, Pinsel und Acrylfarben und andererseits die Fotokamera.

Unsere Überlegungen:
Wir dachten uns, dass die abgebildeten Situationen in verschiedensten Lokalitäten auffindbar sind, wie beispielsweise auch in der Lokremise. Wir projezierten die gegebenen Szenarien auf unsere Schule und versuchten sie da nachzustellen.