Mittwoch, 23. Oktober 2013

Handfeste Perspektive


Katalin Déer

Die im Jahre 1965 gebürtige US-Amerikanerin lebt heute in St. Gallen und beschäftigt sich vor allem mit skulpturaler Kunst. Ihre Skulpturen bringen die räumliche Realität sowie die fotografische auf einem Kunstwerk zusammen. Ihr Blick für die Kunst findet sie in der Geometrie. Beispielsweise entdeckt sie in architektonischen Strukturen in Städten abstrakte Grosszeichnungen. Déer  fotografiert vorzugsweise spezielle Bauten und klebt die Fotos entweder auf Gips oder Beton. Ihre Arbeiten in der Lokremise bestehen aus Fotos von umliegenden, zerfallenen Bauten St. Gallens. Die Betonplatten goss sie direkt in der Lokremise. Womit der Boden als negatives Relief zu Geltung kommt. Die Platten stehen oder liegen auf dem Boden, was es dem Betrachter ermöglicht, einen neuen Blickwinkel auf die Fotografien und indirekt auf die Gebäude selbst zu ergattern.

Damit dreht sie das Verhältnis von Mensch und Gebäude um. Da es den Besuchern möglich ist, die Platten von allen Seiten zu betrachten, fühlt man sich intellektuell angeregt. Und man beginnt im Kopf einen urbanen Raum zu konstruieren.

Fotografische Gedanken dazu haben wir bereits in den Blog gestellt mit dem Titel „Erschlagen von der Kunst“.

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